Theresa Kropp
Theresa Kropp
Unsere Zukunft

Rasant schreitet der Klimawandel voran. Für unsere Zukunft und damit vor allem für die kommenden Generationen stellt er eine echte Bedrohung dar. Statt zu handeln, verschließen wir die Augen. Die Ausmaße werden uns wohl erst dann bewusst, wenn es eigentlich zu spät ist.

Ein Blick in die Welt – Streik gegen den Klimawandel

Die derzeitige Medienpräsenz zeigt, auch meine Altersgruppe setzt sich mit dem kritischen Thema auseinander. Schüler und Studenten nehmen sich die Auswirkungen des Klimawandels zum Anlass,  um gegen das Versagen politischer Entscheidungsträger in Sachen Klimawandel zu protestieren. Unter dem Motto #Fridays for Future gehen sie freitags während ihrer Schulzeit auf die Straßen. Gemeinsam möchten sie auf klimatische Missstände aufmerksam machen.

Die Zukunft gestalten – Erneuerbare Energien

Eine zentrale Forderung der Bewegung #Fridays for Future stellt das Ende des Abbaus und der Nutzung fossiler Brennstoffe bis 2030 dar. Bis 2035 soll der CO2-Ausstoß bei Netto-Null liegen und im Rahmen einer Energiewende die Energieversorgung mittels erneuerbarer Energien umgesetzt werden.

Gemeinsam etwas Sinnvolles schaffen – Gründung einer Energiegenossenschaft

Unter dem Motto Energiewende lokal gestalten suchten auch einige engagierte Mitbürger meines Heimatorts Monzelfeld nach neuen Wegen, um den Klimaschutz aktiv voranzutreiben. Gemeinsam möchten sie ermöglichen, dass auch in ländlichen Gemeinden Energie umweltfreundlich erzeugt und direkt vor Ort genutzt werden kann. Aus dem Wunsch heraus, gemeinsam etwas für den Klimaschutz zu tun,  festigte sich der Wille, eine Genossenschaft zu gründen. Denn wie wir wissen: „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“  Im Februar 2018 war es dann endlich so weit. Mit anfänglich 17 Gründungsmitgliedern gründete sich die Genossenschaft „Energiewende Hunsrück-Mosel eG“.

Energiewende Hunsrück-Mosel setzt sich für den Klimaschutz ein

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“

Gerade in meinem Alter finde ich es wichtig, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Wir selbst sind die Zukunft und haben sie in unserer eigenen Hand. Das nahm auch ich zum Anlass, selbst in der gegründeten Energiegenossenschaft aktiv zu werden. Von der Idee überzeugt wollte ich mich bei der Initiative mit einbringen.

Meine Arbeit im Aufsichtsrat

Da – wie Ihr wisst – auch unsere Bank eine Genossenschaft ist, komme ich mit dieser Thematik auch in meinem täglichen Ausbildungsleben ständig in Berührung. Auch unsere Energiegenossenschaft hat neben ihrem Vorstand einen Aufsichtsrat. Gemeinsam mit noch zwei weiteren Mitgliedern bin ich seit letztem Jahr in unserem Aufsichtsrat aktiv. Unsere wesentliche Aufgabe ist es, die Geschäfte des Vorstandes zu überwachen. In regelmäßigen Sitzungen berichtet uns der Vorstand über seine Aktivitäten.

Wer wir sind und was wir machen

Durch unsere Projekte konnten wir bereits weitere Mitbürger für unsere Initiative begeistern. Auch die Anwohner umliegender Orte zeigen reges Interesse. Unsere Mitgliederzahl ist in den vergangenen Monaten deutlich gewachsen, sodass wir aktuell bereits aus 53 Mitgliedern bestehen.

Einige unserer Ziele kurz und knapp:

  • Unabhängigkeit von marktbeherrschenden Energieversorgern
  • positive Einflussnahme auf die Strompreise für den Verbraucher
  • Erhaltung einer lebenswerten Umwelt
  • Ersetzen fossiler Energieträger durch erneuerbare Energien
Unser Konzept

Solaranlagen können für den Verbraucher nicht nur kostenlos sein, sondern sie können auch Geld einsparen.  Unsere Genossenschaft übernimmt in gemeinsamer Kooperation die kompletten Baukosten der Anlage. Des weiteren kümmert sie sich um Betrieb, Wartung und anfallende Reparaturen. Das alles natürlich auf eigene Kosten. Der vor Ort erzeugte grüne Strom wird entweder in das Stromnetz der Gemeinde eingespeist oder bestenfalls direkt in der Immobilie genutzt. Der Hauseigentümer muss uns also lediglich sein Dach zur Verfügung stellen. Was er dafür bekommt? Eine jährliche Miete und grünen Strom, den er direkt im eigenen Haus verbrauchen kann.

Was wir bereits erreicht haben

In den vergangenen acht Monaten konnten wir bereits fünf Projekte realisieren. Weitere Projekte sind natürlich in der Planung und stehen bereits in den Startlöchern.

Mal zwei kleine Beispiele:

Unsere größte PV-Anlage wurde auf dem Dach eines Metallbetriebes in Monzelfeld installiert. Allein diese Anlage erzeugt pro Jahr mit 348 Modulen ca. 90.500 kWh Strom. Das ist schon eine Menge, oder?

Auch unsere Kita vor Ort nutzt mittlerweile grünen Strom. In den ersten sechs Monaten seit Inbetriebnahme der Anlage konnten bereits 27 % des gesamten Strombedarfs aus der von uns installierten PV-Anlage auf dem Dach der Kita gedeckt werden. Mit einer deutlichen Steigerung der Sonnenstunden im Sommer geht man von einer zunehmenden Netzunabhängigkeit aus – ein super Ergebnis.

Auch die Bank engagiert sich in diesem Themengebiet
MEHR Energie eG

Auch unsere Bank beschäftigt sich natürlich mit diesem Thema. Mit weiteren Genossenschaftsbanken, den Gemeinden des Kreises und dem Landkreis Cochem-Zell gründete sie im Jahr 2012 ebenfalls eine Energiegenossenschaft, die MEHR Energie eG. Auch hier das Ziel: eine dezentrale Energieversorgung und eine größtmögliche Unabhängigkeit von fossilen Energiequellen.

Selbst aktiv werden

Ihr seid vielleicht ein bisschen neugierig geworden? Schaut doch mal gerne auf der Homepage der Energiewende Hunsrück-Mosel eG vorbei. Sie liefert euch einige Informationen rund um unsere Initiative. Dort erfahrt ihr zum Beispiel, wie auch ihr Genossenschaftsmitglied werden könnt.

Ich werde euch mal in einem zukünftigen Beitrag auf dem Laufenden halten,

bis dann, eure Theresa 🙂

Titelbild: Wikipedia – Kuebi