Hallo zusammen,

Michael Herlach

heute möchte ich Euch – passend zur Jahreszeit – ein klassisches Rezept zur Zubereitung meines Lieblingsgerichts vorstellen, der gefüllten Kartoffelklöße. Wir müssen uns ja damit abfinden, dass der Sommer schon wieder vorbei ist. Nun steht im Herbst bei uns im Hunsrück die Zeit der Kartoffelernte an. Es gibt vielerlei Möglichkeiten und Variationen Kartoffeln zu essen. Sei es in Form von Brei, Kartoffelgratin, Pommes oder – ihr kennt sie alle – die klassische Bratkartoffel. Ich bevorzuge allerdings, wie schon erwähnt, die Klößevariante.

Die Zutaten
  • 1 1/2 kg rohe Kartoffeln
  • 1 kg gekochte Kartoffeln vom Vortag
  • 2-3 Esslöffel Rahm oder 2 Eier
  • 1 gehackte Zwiebel
  • Muskat
  • Salz
  • ggf. Petersilie
Zubereitung

Die rohen Kartoffeln schälen, reiben und fest ausdrücken. Die gekochten Kartoffeln ebenfalls reiben und mit den rohgeriebenen vermengen. Die Eier bzw. den Rahm, die Zwiebel und Gewürze zugeben und eventuell mit noch etwas Mehl binden. Mit nassen Händen runde oder längliche Klöße formen und in Salzwasser gar ziehen lassen.

Häufig werden die runden Klöße gefüllt. Dazu nimmt man entweder geröstete Brotwürfel oder ein Teelöffel Leber- oder Blutwurst. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, die Klöße mit angebratenen Speckwürfeln zu füllen. Immer aber, ob gefüllt oder nicht, werden die fertigen Klöße mit ausgebratenen Speck- und Zwiebelwürfeln und dem Speckfett abgeschmelzt.

Probiert es also doch mal selbst zu Hause aus, eigene Klöße herzustellen. Es ist wirklich nicht allzu schwer und man braucht nicht viele Zutaten. Kartoffelklöße waren übrigens auch die Leibspeise der Genossen früher. 😉

Wo kommt die Tradition her? Das traditionelle Klößefest

Im kleinen Ort Wenigerath direkt in der Nachbarschaft meines Heimatorts wird schon seit 30 Jahren ein Klößefest gefeiert. Es findet immer in der ersten Septemberwoche des Jahres statt und es werden rund 800 Klöße aus 550 kg Kartoffeln von Hand zubereitet. Am Vortag werden alle Kartoffeln geschält und am Festtag morgens in der Frühe werden die geschälten Kartoffeln gerieben. Nun wird das Geriebene noch den gekochten Kartoffeln untergemischt und letztendlich werden die fertig geformten Klöße klassisch mit Apfelmus und brauner Soße serviert. Der Ursprung dieses Festes liegt im Jahr 1989. Damals musste eine neue Kirchenorgel finanziert werden und mit dem Verkauf von unter anderem hausgemachten Klößen wurden 12.000 Mark eingenommen.

Das war quasi die Offline-Variante des heute bekannten Crowdfundings. Und bei dieser modernen Variante des Spendensammelns bietet mein Ausbildungsbetrieb, die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank, mit ihrem Portal „Viele schaffen mehr“ eine tolle Möglichkeit, öffentlich Gelder zur Realisierung gemeinnütziger Projekte einzusammeln. Und das Beste: Pro Unterstützer, der mindestens 5 Euro spendet, legt die Bank nochmal 10 Euro obendrauf. Hätte es diese Möglichkeit doch schon 1989 gegeben. 😉

In diesem Sinne, guten Appetit und lasst es Euch schmecken!

Euer Michael 🙂